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Astung   

               Grundvoraussetzung für eine Wertastung sind stabile Standorte und Bestände. Eine hochwertige Holzqualität und ein hinreichender Zuwachs sollte gewährleistet sein.

Die Auswahl der Astungsbäume sollte sich auf geradschaftige und gesunde Exemplare beschränken, die nicht direkt an Rückegassen stehen. Grobastige Bäume sind von der Wertastung auszuschließen. Die max. Aststärke sollte nicht über 2 cm betragen.

Die Astung wird in drei Stufen unterteilt und orientiert sich an die jeweilige Baumhöhe bzw. dem Durchmesser im Brusthöhenbereich (BHD).

Astungsstufe

Astungshöhe

Baumhöhe

BHD

1

bis 3 m

5 – 6 m

ca. 8 cm

2

6 m

10 – 12 m

10 – 15 cm

3

über 6 (9 – 12) m

18 – 20 m

16 –25 cm

Je nach Baumart empfehlen sich unterschiedliche Astungsarten sowie die Anzahl astungswürdiger Bäume pro ha. Für die wesentlichen Baumarten sind diese Kriterien in der Tabelle aufgeführt.

Baumart

BHD

Stufe

Stück/ha

Astungsart

Zeitpunkt

Fi/Ta

10-20

2

200-250

trocken/grün

Febr./März

Douglasie

10-20 (25)

2-3

150-200

trocken/grün

Juni/Aug.

Kiefer

10-15

2

150-200

trocken

ganzjährig

Lärche

10-15 (20)

2

150

trocken

ganzjährig

Kirsche

8-15

1

80

trocken/grün

Juli/Aug.

Pappel

10-18

2 (-3)

80-100

trocken/grün

April/Juli

Die Arbeitstechnik ist sorgfältig durchzuführen. Gerade und saubere Schnitte ohne Verletzungen des Astringes sind wesentlich. Aststummel sollten nicht verbleiben. Rindenverletzungen sind strikt zu vermeiden.

Es sollte stets geprüftes Werkzeug bei der Astung eingesetzt werden. Die sog. „Japansägen“ haben sich bewährt.

Die Astungshöhen, die nicht direkt mit der Säge oder eines Schraubgestänges zu erreichen sind, können durch eine Astungsleiter erreicht werden. Hier empfehlen sich die zugelassen Modelle „Astungsleiter Münchehof“ und „Distel-Leiter“.

Damit der Aufwand gerechtfertigt ist, müssen die geasteten Bäume in der weiteren Bestandespflege konsequent durch entsprechende Durchforstungsmaßnahmen gefördert werden.


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